Wissenschaftliche
Bezeichnung:
Platycercini
Natürliche
Verbreitung:
Australien
Allgemeine Beschreibung:
Wellensittiche in ihren vielen, durch lange Züchtung
entstandenen Farbschlägen sind sicherlich
die am häufigsten in Gefangenschaft gehaltenen
Papageien.
Lebensweise der Stammform:
Die 17-20 cm langen Wellensittiche bewohnen die
trockenen Busch- landschaften und die mit lichtem
Baumbewuchs bestandenen Regio- nen im Innern Australiens.
Gelegentlich ziehen diese häufigen und weit
verbreiteten Vögel auch in küstennahe
Gebiete. Auf Tasmanien kommen Wellensittiche nicht
vor. Wie andere Plattschweifsittiche auch, wandern
Wellensittiche nomadisierend umher und kommen
oft zu großen Trupps von vielen Hunderten
zusammen. Der Flug von Wellensittichen ist gerade
und schnell; im Schwarmverband fliegende Vögel
führen synchrone Wendungen und Schwenke aus,
so dass auch große Flüge immer dicht
in Formation aufgeschlossen bleiben. Ihre Nahrung
(Grassamen und andere Sämereien) suchen Wellensittiche
auf dem Boden, während sie sich zum Brüten,
Ruhen und auch bei Gefahr auf Bäume zurückziehen.
Während der Nah- rungssuche geben die Vögel
ständig »schwatzende«, zischende
Laute von sich.
Wellensittiche als Haustiere:
Im Jahre 1840 gelangten Wellensittiche lebend
nach Europa (Groß- britannien), wo sie jedoch
auch bald mit Erfolg gezüchtet wurden. We-
gen der großen Beliebtheit dieser lebhaften
Papageien entstanden überall kommerzielle
Züchtereien, in denen bereits in den 1870er
Jahren die ersten Farbmutanten auftraten und zum
Grundstock der zahlreichen Züchtungsformen
gelber, blauer, weißer, dunkelgrüner
und grauer Wellensittiche wurden, wie es sie heute
gibt. Auch von der Wildform abweichende Zeichnungsmuster
und Federhauben wurden von begeisterten Vogelhaltern
erzüchtet. Zusätzlich zu den in Europa
Nachgezüchteten Vögeln führte man
lange Zeit in großer Zahl weiterhin wildfarbene
australische Wellensittiche ein.
Für die Haltung von Wellensittichen gilt
das Gleiche wie für viele andere Papageien.
Obwohl von klein auf isolierte und Handaufgezo-
gene Vögel sehr stark auf Menschen geprägt
werden und bei lebens- langer »Einzelhaft«
in kleinen Käfigen ihr gesamtes Verhaltensreper-
toire ständig verkümmern lassen müssen
und daher besonders auf Spiegelchen, Bällchen
und dergleichen sowie auf »Sprechunterricht«
mit starker Aktivität reagieren, ist es für
diese geselligen Vögel sehr viel besser und
ausfüllender, sie in etwas größeren
Käfigen zumin- dest paarweise zu halten.
Besonders wohl fühlen sich Wellensittiche
in Freivolieren, in denen sie bei geeigneten Nistkästen
(14 x 14 cm Grundfläche und 25 cm Höhe)
und qualitativ geeigneter Fütterung ohne
weiteres Junge großziehen.
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