Wissenschaftliche
Bezeichnung:
Avicularia metallica
Natürliche
Verbreitung:
Venezuela bis Nordbrasilien
Allgemeine Beschreibung:
Avicularia metallica ist eine sehr beliebte, friedliche
Spinne mit einem äußerst ansprechenden
Erscheinungsbild.
Äußere Merkmale:
Die Grundfarbe des Hinterleibes (Ophistosoma)
ist tiefschwarz und weist neben der ebenfalls
schwarzen Behaarung kein einziges rotes Haar auf.
Auch das hintere Beinpaar ist schwarz, hat aber
eine leicht weißliche bis hellgraue Behaarung.
Die übrigen Beine sowie das Prosoma (Vorderleib)
schimmern blaumetallisch, was dieser Vogelspinne
den Namen gibt. Die Tarsen sind rot. Eine gesunde
Vogelspinne sollte einen ovalen Hinterleib (Ophistosoma)
zeigen. Er sollte nicht eingefallen sein.
Verhalten:
Die grundsätzlich friedliche Rotfußvogelspinne
ist eine tag- und nachtaktive, schnelle Art, die
extrem feste, schöne Wohnröhren aus
Webgespinnst, meist direkt neben der Wärmequelle
baut. Diese sehr langlebige und lebhafte Spinne
kann bis zu 30 cm weit springen.
Terrarium:
Ein Spinnenterrarium (ca. 30 x 30 x 40 cm) für
Baumbewohner mit ei- ner schrägen Korkröhre
als Unterschlupf und einem Wasserschäl- chen
ist eine geeignete Unterkunft für die Avicularia
metallica. Als De- koration eignen sich Pflanzen
und Kletteräste. Der torfige Boden- grund
sollte 4 - 5 cm hoch eingestreut werden und ist
immer feucht zu halten, wobei 2 x wöchentlich
besprühen ausreicht. Als Futter können
Insekten wie Heimchen, Grillen und Heuschrecken
angeboten werden. Eine Fütterung von ein-
bis zweimal pro Woche ist ausreichend.
Zucht:
Für eine erfolgreiche Nachzucht benötigt
man zwei geschlechtsreife Tiere. Um die Tiere
zu paaren, gibt man das Männchen in das Terrarium
des Weibchens. In der Regel beginnt dann das Männchen,
mit dem ganzen Körper zu zucken oder sogar
zu zittern, beziehungsweise mit den Beinen oder
Tastern zu trommeln. Die Paarung sollte nur unter
Aufsicht geschehen, um "Unfälle"
zu vermeiden, wobei die Avicularia metallica unter
Umständen auch mehrere Tage paarweise auskommt.
Inkubation:
Nach einer erfolgreichen Paarung wird sich das
Weibchen in der ersten Zeit ganz normal verhalten.
Da die Spermien im Körper des Weibchens gespeichert
sind, kann es einige Zeit dauern, bis es mit dem
Kokonbau beginnt. Der Bau des Kokons kündigt
sich meist damit an, daß die Nahrung verweigert
wird. Danach beginnt sich das Weibchen in seiner
Höhle einzuspinnen. Ein bevorstehender Schlupf
kündigt sich dadurch an, dass das Muttertier
damit beginnt, den Kokon aufzulockern, um den
Jungen mehr Platz zu verschaffen. Der Kokon wird
dadurch größer und flauschiger. Dies
ist eine günstige Zeit, um ihn dem Weibchen
zu entnehmen, da es wesentlich einfacher ist,
wenn die Jungtiere in einer separaten Dose schlüpfen.
Die Aufzucht der Spiderlinge erfolgt einzeln in
kleinen Heimchendosen. Die Jungtiere werden mit
Microheimchen und Drosophila aufgezogen.
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