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Schlangen

Die Boa Constrictor Imperator,
Boa constrictor constrictor

Wissenschaftliche Bezeichnung:
Boa constrictor constrictor

Natürliche Verbreitung:
Das Verbreitungsgebiet der Boas liegt in den tropischen Wäldern Mittel- bis Südamerikas. Boa constrictor constrictor ist im nördlichen Südamerika, vom Amazonas-Orinoco-Gebiet bis nach Brasilien zu finden.

Allgemeine Beschreibung:
Die Boa heißt auch Abgottschlange oder Götterschlange, weil sie von den Indios und den nach Südamerika verschleppten afrikanischen Sklaven in religiösen Kulten verehrt wurde. Die Boa gehört zu den Riesenschlangen. Sie wird drei bis vier Meter lang und bis zu 60 Kilogramm schwer. Einzelne Tiere können sogar fünfeinhalb Meter lang werden – ausgestreckt sind sie also länger als so manches Kinderzimmer!
Tagsüber sind die Pupillen zu einem schmalen, senkrechten Schlitz zusammengezogen, bei Nacht werden sie groß und rund wie bei einer Katze. Heimat Die Boa kommt in Mittel- und Südamerika von Mexiko bis Nord-Argentinien vor. Lebensraum Boas findet man in Wäldern ebenso wie in Savannen und Halbwüsten. Sie leben auf dem Boden, klettern aber auch gerne auf Bäume und Sträucher. Rassen und Arten Es gibt elf Unterarten der Boa constrictor. Sie leben jeweils in verschiedenen Regionen und lassen sich an Hand von Farbe und Muster voneinander unterscheiden. Lebenserwartung Genau weiß niemand, wie alt Boas in der Natur werden können. Man schätzt aber, dass sie bis zu 40 oder 50 Jahre leben. Mehr ist über in Zoos gehaltene Schlangen bekannt: Die älteste in einem Zoo gehaltene Boa wurde 28 Jahre alt.
Die dämmerungs- und nachtaktiven Boas erreichen eine durchschnittliche Gesamtlänge von ca. 3 - 4m. Hauptsächlich sind diese Tiere bodenbewohnend, können aber gut klettern und nutzen gerne kräftige Kletteräste. Die Tiere sind in der Regel friedfertig.

Aussehen:
Ihr Körper ist hellbraun und hat ein rötliches bis dunkelbraunes Fleckenmuster, das ziemlich unterschiedlich aussehen kann.
Oft sind die Muster rautenförmig, hell umrandet und haben einen hellen Fleck in der Mitte. Der Kopf trägt an den Seiten dunkle Streifen, der Schwanz ist rostrot gefärbt. Alle sechs bis acht Wochen häuten sich die Boas.

Das Terrarium:
Das Terrarium sollte das 1 x 0,5 x 0,75 fache (L x B x H) der Gesamtlänge des Tieres aufweisen. Die Boa kann mit einem Jahr ca. 80 - 100 cm haben. Jungtiere können dem entsprechend in einem 100 x 50 x 50 cm Terrarium ein- bis eineinhalb Jahre gehalten werden. Die Temperaturen liegen bei 22 - 28 °C und können mit Wärmespotlampen erzeugt werden. Unter einem Sonnenplatz können 30 - 35 °C herrschen. Nachts fallen die Temperaturen auf ca. 20 °C ab. Die Luftfeuchtigkeit von 70 - 80 % wird mit Neblern oder Beregnungsanlagen erzeugt. Die Temperatur wird mittels Spotstrahlern und Wärmematten erreicht. Nachts sollte die Temperatur abfallen und kann mittels Thermostat gehallten werden. Die Luftfeuchtigkeit kann über Luftbefeuchter wie Beregnungsanlagen oder Nebler erreicht werden. Die Versorgung mit UV-Licht erfolgt durch UV Strahler oder entsprechende Leuchtstoffröhren. Die Dekoration besteht aus kräftigen Ästen und Klettermöglichkeiten. Die Rückwände können aus Kork bestehen. Der Bodengrund besteht aus einer Kombination von Erde, Humus und Sand. Dieser wird mindestens 15 cm hoch eingefüllt.

Nahrung:
Entsprechend ihrer Größe werden den Tieren Mäuse und Ratten oder Kaninchen aber auch Geflügel verfüttert. Hierbei sollte man sich an der Kopfgröße der Schlange orientieren. Sie kann Ihre doppelte Kopfgröße als Futter verschlingen. Natürlich sollten lieber entsprechend mehr kleinere Futtertiere angeboten werden. Jungtiere können einmal in der Woche, Adulti sollten nur alle 2 - 4 Wochen gefüttert werden. Das Futter wird mit Vitamin und Mineralpräparaten aufgewertet.

Zucht:
Die Weibchen sind 5 - 7 Monate trächtig und bringen bis zu 40 Jungtiere lebend zur Welt. Die Jungtiere sollten von den Eltern getrennt werden. Als Futter werden nach einiger Zeit kleine Babymäuse angeboten. Diese werden regelmäßig mit Vitaminen und Mineralstoffen aufgewertet.

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