Wissenschaftliche
Bezeichnung: Botia macracanthus
Natürliche
Verbreitung:
Asien
Botias sind Gruppentiere, die
gerne in Gesellschaft gehalten werden möchten.
Bevorzugt mit den gleichen Artgenossen (Gruppen
grenzen sich gegeneinander ab - haben auch unterschiedliche
Verhaltens- weisen). Botia macracanthus sind kaum
Angriffslustig. Meist ver- schlafen sie den Tag
und gehen in gewissen Tagesetappen im 4er Trupp
auf die Suche. Die Gruppen bilden ein interessantes
Sozialver- halten aus.
Die Gruppenhaltung dieser Gattung wirft ein Problem
auf:
- Das Platzproblem
Pauschal kann man sagen, dass unter 200 l nichts
läuft. Jedenfalls nicht lange. Keine Schmerle
kann ewig ein 60 l Becken bewohnen. Allein die
Schwimmfreudigkeit erfordert lange Becken. Also
muss zudem auch noch der Platz vor dem Kauf der
Gruppe betrachtet werden. Zu einer halbwegs artgerechten
Haltung ist es notwendig, sonst leben diese Fische
ständig versteckt und bleiben ewig scheu.
Ein weiterer Punkt der zu beachten ist, sind die
Versteckmöglichkeiten. Diese sollten in Form
von Höhlen, gerne auch Lochgestein gegeben
sein.
Botias sind strömungsliebend. Eine gute Filterung,
die gleichzeitig klares Wasser schafft, ist somit
ebenso notwendig. Adaptieren lassen sich die Schmerlen
an hartes und weiches Wasser gleichermaßen.
Neutralbereich bis leicht sauer (PH 6,0-7,0) wird
gut vertragen. Aufbereiter sind wichtig, um die
Metalle im Leitungswasser komplex zu binden und
unschädlich zu machen. Krankheiten sind bei
Botias unbedingt zu vermeiden. Eine B. macracanthus
ist, wie allgemein bekannt ist, sehr anfällig
für Ichthyophtirius multifiliis (Weißpünktchen-Krankheit).
Meist wird diese eben nicht durch neu eingesetzte
Tiere verursacht, sondern ist eher als Stresssymptom
zu sehen, welches vor allem durch ewiges Hantieren
im Becken, sowie Überbesatz ausgelöst
wird. Also, ruhige Gesellschaft die sich im Becken
nicht stapeln sollte. Ein Schwarm Salmler passt
zu diesen Tieren sehr gut, ebenso einige Welse
(nicht zu viele, wegen der Nahrungskonkurrenz
am Boden) und einige Fische für die Oberfläche.
Man kann nach einer gewissen Zeit, in der die
Gruppe zusammen ist, eine Art Leittier ausmachen.
Dieses ist deutlich größer als die
anderen Tiere der Gruppe.
Farblich im Einklang zur Prachtschmerle stehen
die Sumatrabarben, die in denselben Habitaten
vorkommen. Die Gesellschaft der beiden Gattungen
verträgt sich gut.
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